„Miteinander wachsen“

Benefizfußballturnier unter dem Motto „Integration und Solidarität“

„Integration und Solidarität“, das stand beim Benefizfußballturnier am vergangenen Sonntag im Mittelpunkt. Bereits zum dritten Mal fand das Fußballturnier in der Kopernikus-Sporthalle statt. Im ersten Jahr war es zunächst privat organisiert worden und im vergangenen Jahr hatten sich die Jugendlichen aus Eschendorf mit dem islamischen Verein „Licht im Leben“ zusammengeschlossen. In diesem Jahr half auch der Verein Portu Rheine bei der Organisation mit.

Der Erlös des Turniers wird immer für einen guten Zweck gespendet. In diesem Jahr sollen mit dem Geld die Opfer der Brandkatastrophe in Rheines Partnerstadt Leiria unterstützt werden. Das Wichtigeste ist jedoch, dass alle „miteinander Spaß haben“, sagte Jan Üffing, der seit drei Jahren mit seinem Vater an der Organisation des Fußballturniers beteiligt ist und am Sonntag auch selbst auf dem Feld stand.

Musikalische Unterstützung

Insgesamt 62 Kinder und Jugendliche waren am vergangenen Sonntag zusammengekommen, um gemeinsam an dem Turnier teilzunehmen. Die Spieler wurden in „jung und alt“ aufgeteilt und dann bunt gemischt, sodass in jedem Team Flüchtlinge, Deutsche und Portugiesen zusammen spielten. Jedes Spiel dauerte acht Minuten und konnte von der Tribüne aus mitverfolgt werden. Es gab auch musikalische Unterstützung von Reinhard Greß, Dirigent des Blas-Orchesters Rodde, und einem seiner Mitspieler.

Reinhard Greß und Michael Üffing war, als sie im vergangenen Sommer gemeinsam Urlaub in Leiria machten, die Idee gekommen, in diesem Jahr mit dem Erlös des Benefizturniers die Brandopfer dort zu unterstützen. Die Spenden wurden über den Kuchenverkauf und über jeden, der bereit war, etwas zu geben, eingenommen.

Nach dem Turnier erhielten alle Teilnehmer eine Freikarte für das Kino und eine Karte für ein Heimspiel des FCE Rheine. Nachdem alle Spiele gespielt waren und die Siegermannschaft feststand, gingen alle Teilnehmer anschließend noch zusammen Pizza essen.

Alle waren sich danach einig, dass sie „miteinander wachsen wollen“. Im ersten Jahr musste, laut der Organisatoren, noch viel zwischen den Flüchtlingen und Jugendlichen aus Eschendorf übersetzt werden, doch heute sprechen die meisten so gut Deutsch, dass das nicht mehr nötig ist. Tareq Azem, Mitarbeiter des Vereins „Licht im Leben“, ist sich sicher: „Das Fußballturnier könnte im Verlauf der Jahre zu einer Tradition werden.“

[mv-online.de, Julia Franke]

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